Zum ersten Mal seit 1972 kehren Menschen in die Nähe des Mondes zurück — auf einer historischen 10-tägigen Reise, die neue Rekorde und Meilensteine setzen wird.
Artemis II ist die zweite Mission des Artemis-Programms und die erste mit Besatzung. Vier Astronauten werden an Bord der Orion-Raumkapsel auf einer freien Rückkehrtrajektorie den Mond umfliegen — ohne zu landen — und sicher zur Erde zurückkehren.
WEITERE STARTFENSTER: 3–6 APRIL · 30 APRIL 2026
Die Artemis-II-Crew vereint 660 Tage kollektive Raumfahrterfahrung und 12 Weltraumspaziergänge. Sie werden mehrere historische Meilensteine setzen — für Frauen, People of Color und internationale Raumfahrt.
Ehemaliger Testpilot der US Navy und NASA-Astronaut seit 2009. Verbrachte 165 Tage an Bord der ISS während Expedition 40/41 im Jahr 2014. Als Commander leitet er die erste bemannte Mondmission seit Apollo 17.
NASA-Astronaut seit 2013, zuvor Kampfpilot der US Navy. Flog auf der SpaceX Crew-1 Mission und verbrachte 168 Tage auf der ISS (2020–21). Trägt den Orion-Raumanzug als erster schwarzer Mondastronaut.
Ingenieurin und Wissenschaftlerin, NASA-Astronautin seit 2013. Hält den Weltrekord für den längsten Einzelaufenthalt einer Frau im All: 328 aufeinanderfolgende Tage. Absolvierte den ersten rein weiblichen Spacewalk.
Kampfpilot der Royal Canadian Air Force, CSA-Astronaut seit 2009. Artemis II wird sein erstes Raumfahrtabenteuer sein — und er wird sofort zum Mond fliegen. Erster Nicht-Amerikaner auf einer Mondmission.
"We are going back to the Moon — not just to visit, but to stay. Artemis II is the bridge between where we've been and where we're going." — NASA ARTEMIS PROGRAM
Die Mission folgt einer präzisen Figur-8-Route: Von der Erde in eine hohe Umlaufbahn, dann per Trans-Lunar Injection zum Mond, rund um seine Rückseite — und zurück in einem eleganten gravitationsgetriebenen Bogen.
SLS und Orion sind die Herzstücke des Artemis-Programms — entwickelt für Tiefraummissionen jenseits des Low Earth Orbit, mit Kapazitäten, die kein anderes System der Welt erreicht.
Die leistungsstärkste Rakete der NASA-Geschichte. Die Kernstufe wird von vier RS-25-Triebwerken angetrieben — Erbe des Space Shuttles — ergänzt durch zwei Festkörperbooster von Northrop Grumman. SLS ist die einzige Rakete, die Orion und Crew direkt zum Mond bringen kann.
Das Orion-Raumschiff besteht aus dem konischen Crew-Modul (4 Astronauten) und dem Europäischen Service-Modul der ESA. Das ESM liefert Antrieb, Wasser, Luft und Strom über vier Solarpanele. Bisher einziges für Tiefraum-Menschenfracht zertifiziertes Raumschiff.
Der AVCOAT-Ablativhitzeschild ist mit 5 m Durchmesser der größte seiner Art. Nach Artemis I wurden Abplatzungen (Spalling) entdeckt. NASA strich daher den Skip-Entry-Modus und modifizierte auf steileren Anflugwinkel — weniger Zeit im kritischen Temperaturbereich von über 2.760 °C.
Jenseits des Magnetfelds der Erde sind Astronauten kosmischer Strahlung ausgesetzt. Orion hat Strahlungsmonitore, CO₂-Scrubber und N₂/O₂-Atmosphärenkontrolle. Das Advanced Crew Escape System (ACES) ermöglicht Notausstieg bis zur letzten Sekunde vor dem Start. Solare Superflare-Aktivität 2025–2026 wird beobachtet.
Im Gegensatz zu Apollo ist Artemis auf eine dauerhafte Präsenz am Mond ausgerichtet — mit internationalen Partnern, kommerziellen Akteuren und dem langfristigen Ziel: Mars.
Erfolgloser unbemannte Testflug von SLS + Orion mit Mondorbit.
Erster bemannter Mondvorbeiflug. Systemtest im echten Tiefraum.
Erste Mondlandung seit 1972. Zielgebiet: Südpol. Suche nach Wassereis.
Internationale Raumstation im Mondorbit. ESA liefert den Lunar I-Hab.
Langfristiges Ziel: Bemannte Marsmissionen mit am Mond erprobten Systemen.
Bei Artemis I lösten sich Stücke vom AVCOAT-Hitzeschild (Spalling). NASA modifizierte das Eintrittsprofil. Keine Skip-Reentry mehr. Ausgedehnte Stresstests wurden durchgeführt. NASA ist zuversichtlich, dass die Struktur sicher bleibt.
Forscher warnen vor erhöhter Solar-Superflare-Aktivität bis Mitte 2026. Außerhalb des Erdmagnetfelds sind Astronauten stark erhöhter Strahlung ausgesetzt. NASA hat das Risiko bewertet und hält am Apriltermin fest.
Beim Wet Dress Rehearsal im Februar 2026: Flüssigwasserstoffleck und Heliumproblem an der ICPS-Stufe entdeckt. Rakete zurück ins VAB. Verzögerung auf frühestens April 2026.
Die Crew erhält Strahlungsdosen, die ISS-Astronauten nie ausgesetzt waren. Langzeiteffekte auf Knochen, Augen, Immunsystem und Kognition werden intensiv überwacht.
Hinter dem Mond bricht der Funkkontakt zur Erde ab. Die Crew muss autonom agieren — ohne Bodenkontrolle. Ein seltener Moment vollständiger Isolation im Weltall.
SLS ist das teuerste Raketenprogramm der Geschichte. Ein Einzelstart kostet ca. 2,2 Mrd. USD. SpaceX Starship wartet als möglicher Nachfolger. Dennoch: SLS ist das einzige heute verfügbare und zertifizierte System für diese Mission.